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Freitag, 15. Juni 2012

Check-In 3 am Flughafen Wien

Ich hatte das Vergnügen, das neue Terminal "Check-In 3" innerhalb der ersten 14 Tagen nach Eröffnung gleich drei mal zu testen. Check-In 3 war während der Bauzeit ja unter dem Namen "Skylink" bekannt und wegen der Kostenüberschreitung berüchtigt.

 

Zum ersten Mal im Terminal 3 in Wien

Bin gut angekommen. Aber wo geht es weiter. Der Weg zum Ausgang ist nicht ausgeschildert. Schließlich erfahren wir auf Anfrage wo wir hinmüssen - eine Odysee bis zur Gepäckausgabe

 

Zum zweiten Mal im Terminal 3 in Wien

Wenn man auf einem Flughafen einen Weg einschlägt und dieser nicht ständig von Schildern zum gewünschten Ziel gesäumt ist, so ist das normalerweise ein Zeichen dass man in die falsche Richtung geht. Bei Terminal 3 ist das nicht so, stur gehe ich weiter und finde problemlos mein Ziel.

 

Aller Guten Dinge sind drei

Jetzt bin ich schon Profi. Transportbändern die mich am gewünschten Gate ohne Ausstiegsmöglichkeit vorbeileiten weiche ich gekonnt aus. Auch enge Durchgänge schrecken mich nicht ab. Aber um auch die Fluggäste welche zum ersten Mal mitfliegen richtig zu leiten, fehlt es noch an vielen, vor allem an Schildern...

 

Fazit

Offensichtlich war das Terminal 3 ein derart komplexes Bauvorhaben, dass weder Kostenvorgaben eingehalten wurden noch ein vorbildliches Flughafenterminal kreiert wurde. Ich hoffe es wird noch nachgebessert.

Dienstag, 24. Mai 2011

Die Technik lernt von der Natur

Der technologische Fortschritt ermöglicht es uns, technische Systeme immer kompakter, leistungsfähiger und kostengünstiger zu bauen. Dazu kommt der Aspekt der Kommunikation – Geräte und Komponenten werden zusehends vernetzt. Dadurch steigt aber die Komplexität der Systeme. Darum gilt es, die Art und Weise wie Systeme funktionieren zu überdenken. In der Natur findet man eine Unzahl von Systemen mit sehr vielen Komponenten: Lebewesen bestehen aus Billionen von Zellen, die trotz verschiedenster Störeinflüsse ausgezeichnet zusammenspielen. Solche Systeme funktionieren nach dem Prinzip der Selbstorganisation. Statt einer Hierarchie, in der es direkte Anweisungen und exakt definierte Vorgangsweisen gibt, sind die Komponenten eines selbstorganisierenden Systems Agenten, die lokal interagieren ohne das große Ganze zu kennen. Für eine technische Umsetzung sind solche selbstorganisierende Systeme sehr attraktiv, weil das Zusammenspiel einfach realisierbar ist (die einzelnen Agenten sind relativ “dumm”) und das Systemverhalten andererseits robust, anpassungsfähig und skalierbar ist.

Framework for Evolutionary Design
In den Lakeside-Labs-Projekten DEMESOS und MESON am Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme in Kooperation mit Prof. Friedrich vom Institut für Angewandte Informatik (beide an der Universität Klagenfurt) wurde die Fragestellung behandelt, wie solche Prinzipien in technischen Systemen umgesetzt werden können. Im Projekt wurde dazu das Softwarewerkzeug FREVO entwickelt, welches die Modellierung verschiedener Probleme ermöglicht und mit evolutionären Algorithmen nach Lösungen für die Interaktionsregeln des selbstorganisierenden Systems sucht.

Der vollständige Artikel findet sich in Unisono Online.

Weiterführende Links: